villa montanari

Die Villa


Mit dem Namen Valpolicella werden die westlich von Verona gelegenen Hügel zwischen dem linken Ufer der Etsch und den Lessinischen Bergen bezeichnet. Das Valpolicella umfaβt die Gemeinden Negrar, San Pietro in Cariano, Marano, Fumane und Sant’Ambrogio.
Während der Römerzeit wurde das Valpolicella der beliebteste Urlaubsort des Adels, das milde Klima und die Nähe zu Verona zu schätzen wusste. Schon damals wurden Reben angepflanzt, mit deren kostbaren Früchten man den berühmten „Acinaticus“ bereitete.
Die Existenz einer Burg in der „Valle Provinianensis“, zwischen dem Distrikt von San Giorgio und dem Tal von Marano wird im XI. Jahrhundert zum ersten Mal beschrieben: es handelt sich dabei um die Burg von „Montecio“, die im X. Jahrhundert auf einer Anhöhe errichtet wurde.

„Palazzo Montanari“ heiβt die Villa aus dem XIV. Jahrhundert, die auf dem Hügel bei Bure, im Herzen des Valpolicella Classico Gebiets liegt.
Der Taubenturm ist der älteste Teil des Gebäudes und war während der Herrschaft der Scaliger Teil des Verteidigungssystems mit Aussichtspunkten rund um die Stadt Verona.
Unter der Herrschaft der Republik Venedig war es nicht mehr notwendig, das Gebiet zu verteidigen. Dafür nahm das Interesse für die landwirtschaftliche Nutzung des Landes zu.
In der zweiten Hälfte del XV. Jahrhunderts wurde dieser Hof mit Haus, Gemüsegarten, Tenne, Keller und Gehöft umgebaut, um ihn als Wohnsitz und zu landwirtschaftlichen Zwecken zu benutzen.
In den drei darauffolgenden Jahrhunderten wurde das Haus zur herrschaftlichen Villa mit Festsälen, Jagdhaus und Kapelle. Von hier aus werden die Ländereien geleitet, Gottesdienste gefeiert und das Recht verwaltet.

Seit Anfang des XIX. Jahrhunderts sind die Gebäude so gut wie unverändert geblieben und behalten ihren antiken Reiz zwischen einem befestigten Turm und einem herrschaftlichen Landhaus mit seinen gewundenen Linien des XVIII. Jahrhunderts bei.

Zahlreiche Fresken aus verschiedenen historischen Perioden zieren das Innere des „Palazzo“. Im älteren Teil werden Szenen aus dem Kriegsleben, später eher die Vergnügungen des Lebens auf dem Lande dargestellt.